Ziele setzen und geplant erreichen!

Zielsetzung und Planung sind zentrale Erfolgsfaktoren, nicht nur für Forschungsprojekte, sondern auch ganz allgemein in der Berufs- und Karriereplanung. Aus meiner Erfahrung als Berufsberaterin und Dozentin weiß ich allerding, dass viele Studierende und Promovierende (insbesondere die Frauen) sich der Notwendigkeit von Planung und Zielsetzung nicht bewusst sind. Und diejenigen, die sich gerne Ziele setzen möchten, nicht wissen, wie sie das konkret umsetzen können. Aus diesem Grund habe ich im Folgenden eine kleine Anleitung zur Zielsetzung* zusammengestellt.

Viel geschafft – nix erreicht!

Das ist wohl eine der klassischen Erfahrungen, die wir machen, wenn wir uns gerade zum Jahreswechsel damit auseinandersetzen, wie das letzte Jahr gelaufen ist. Schade, dass die Bilanz häufig nicht so positiv ausfäll, wie wir es eigentlich verdient hätten! Dabei sind wir auf einem guten Weg! Im Folgenden ein paar Tipps zur gekonnten Zielsetzung für alle Ziele, beruflich wie privat und dazu, wie es uns gelingt, diese Ziele umzusetzen.

Ziele entwickeln

1. REFLEKTIEREN: Welche Ziele habe ich mir im letzten Jahr gesetzt? Welche dieser Ziele habe ich erreicht? Was oder wer hat mich dabei unterstützt, was oder wer hat mich davon abgehalten, bestimmte Ziele zu erreichen? – Typische Erfahrungen sind hier: Die Ziele waren zu hoch angesetzt, zu viele, nicht konkret genug, irgendwie sind die Ziele beim Zeitmanagement unbeachtet geblieben …
WICHTIG bei der Zielsetzung:
♦ Visionen entwickeln. Dafür ist es notwendig, auch mal unerreichbar zu sein! Also: Büro-Tür zu!
♦ Sucht Euch ein Symbol, das für Eure Vision steht, z.B. den „Chefsessel“ oder den „Dr.-Hut“.

2. JAHRESZIELE „SMART“ FORMULIEREN: Ziele lassen sich ganz konkret umsetzen, wenn sie …

S – Spezifisch sind: Ziele müssen konkret ausformuliert sein! Anstatt: „Ich möchte meine Englischkenntnisse verbessern“ besser: „Ich möchte mir Englischkenntnisse auf dem Niveau B2 nach GER aneignen.“
M – Messbar: Ziele müssen messbar sein, im Sinne von: Ist das Ziel erreicht ja/nein? Wie viel habe ich auf dem Weg dorthin schon geschafft?
A – Ausführbar und erreichbar sollen Ziele sein. Unerreichbares oder selbst nicht steuerbares (6er im Lotto) kann kein gutes Ziel sein.
R – Realistisch! Vom Sportmuffel zum Marathonläufer innerhalb eines Jahres ist ziemlich unrealistisch!
T – Terminiert: Wichtig ist es, sich klare Zeitpunkte über das Jahr hinweg zu verteilen, wann man welche Ziele erreicht haben möchte. Manche Ziele sind an feste Zeitpunkte oder Vorbereitungen gebunden, dies gilt es zu beachten. Ohne feste Fristen erlebt man im 4. Quartal einen unangenehmen Endspurt, weil man doch alles noch schaffen will!

3. WENIGE GROSSE ZIELE
Wenige große Ziele sind leichter zu verinnerlichen, befriedigen beim Erfolg mehr und sind leichter im Auge zu behalten als viele kleine!

4. ZIELE IN JAHRESKALENDER ÜBERNEHMEN
Bei 5-6 konkreten Jahreszielen ist es einfach, diese immer im Kalender präsent zu haben. Die Deadlines, die sich optimaler Weise über das Jahr hinweg verteilen, sollten unbedingt im Kalender vermerkt werden. Sind Ziele erfolgreich erreicht, fühlt man sich zufrieden, erfolgreich und vor allem: Selbstbestimmt!

5. ZIELE IN UNTERZIELE ZERLEGEN
Ziele sollten in Teilschritte zerlegt, diese Teilschritte zeitlich festgelegt und auch die Zeiten, die man zur Erfüllung braucht, in der Planung beachtet werden.

Planung umsetzen und Ziele erreichen

AKTIV SEIN!
♦ Motivation und Mut sind entscheidend!
♦ Mitteilen, was man (erreichen) will
♦ Klarheit schaffen
♦ Zielgerichtet arbeiten!
♦ Ausdauer und Elan
♦ Wenns mal schwierig ist: AN SICH GLAUBEN –> Rückblick: Was hat bisher gut geklappt?

ANERKENNUNG
♦Innere Anerkennung: Selbstvertrauen, Selbstbewußtsein, realistisches Selbstbild
♦ in Netzwerken, z.B. in Erfolgsteams oder auch in Arbeitsgruppen, unter KollegInnen

GELASSEN BLEIBEN, WENNS MAL NICHT SO KLAPPT
Es ist nicht alles im Leben steuerbar und das ist auch gut so!

ERFOLGE GENIESSEN!
♦ Genießen, auf sich wirken lassen
♦ Anerkennung geben/ danken
♦ Neue Ziele setzen, Teilbereiche, die man selbst nicht unbedingt (wieder) machen muss, delegieren.

Ein kleiner Tipp zum Schluss: Bei der Zielsetzung kann und sollte man sich Unterstützung holen. Z.B. von MentorInnen, BetreuerInnen, einem selbstgegründeten Erfolgsteam, Freunden…

Ich wünsche allen beim Blick zurück auf 2010 und beim Blick voraus viele wichtige Erkenntnisse, viel Erfolgsgefühl und die nötige Motivation, die Ziele 2011 energiegeladen anzugehen!

*Teile dieses Posts habe ich im Februar 2010 bereits im Xing-Forum meines Erfolgsteams „Die Musen“ veröffentlicht. Die strategische Zielsetzung ist auch Bestandteil meiner Standortfindungsveranstaltungen.

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