Jahresrückblick 2012 & Jahresausblick 2013

2012 – ein Jahr im Zeichen der Präsentationen

Die Tage ‚zwischen den Jahren‘ sind für mich zur Zeit der Reflexion geworden. Ich nehme mir bewusst Zeit, auf das vergangene Jahr zurückzuschauen, mich über Erreichtes zu freuen und Ausblicke auf das neue Jahr zu wagen. Dieses Jahr möchte ich meine LeserInnen mit meinem visuellen Modell der akademischen Laufbahn vertraut machen und zugleich im Eigenversuch die Anwendung des Modells verdeutlichen.

Akademische Laufbahn (©Eva-Christina Edinger)

Akademische Laufbahn (©Eva-Christina Edinger)

In meinen Workshops zur Standortfindung und Zielsetzung zeige ich immer den Tempel der Akademischen Laufbahn, welcher – wie ich das sehe – das akademische Arbeitsspektrum in fünf Hauptbereiche einteilt:

  • Forschung
  • (Forschungs-)Finanzierung
  • Scientific Community (Konferenzen, Vorträge, Fachverbände etc.)
  • Publikationen
  • Lehre

und, quasi als Bonusthema und inzwischen mit zunehmender Bedeutung: Science goes public. Dieser Tempel der akademischen Laufbahn soll zeigen, dass wir uns als in der Forschung Arbeitende mit vielerlei Aufgaben konfrontiert sehen. All diese Aufgaben gilt es in der strategischen Zielsetzung und -evaluation zu berücksichtigen. Kritisch anmerken möchte ich hier, dass in Berufungsverfahren vor allem die drei mittleren Säulen berücksichtigt werden – was nicht heisst, dass die anderen Säulen vernachlässigt werden sollten! Man muss dieses Faktum jedoch berücksichtigen.

Ein Blick zurück: Die Jahre 2010 und 2011 habe ich damit verbracht, das wissenschaftliche Handwerk zu erlernen und alle 5 ½ Säulen besser kennen zu lernen. Die Promotion ist schliesslich auch eine Qualifikationsphase (meine Website ist entsprechend dieser Säulen aufgebaut, siehe auch spacesofknowledge.com). 2010 und 2011 habe ich vor allem das Forschen und das Finanzieren gelernt (siehe auch Das Jahr 2010 im Rückblick: Fördermittel- & Stipendieneinwerbung), diese Säulen betrachte ich inzwischen als stabil und hoch genug aufgebaut. Aber auch in der Lehre habe ich mich etabliert.

Für das Jahr 2012 sieht mein Ergebnisbericht in Anlehnung an den Tempel so aus:

  • Forschung: Mein Promotionsprojekt kommt voran, darüber hinaus habe ich neue Projekte im Bereich Medien/virtuelle Wissensräume begonnen, um mein Spektrum zu erweitern (siehe z.B. blogs.fhnw.ch/SMinLehre/).
  • Finanzierung: Im Frühjahr konnte ich bei der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius im Förderschwerpunkt Metropolenforschung eine Förderung für das Treffen des Nachwuchsnetzwerkes Stadt – Raum – Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar einwerben (gemeinsam mit René Seyfarth).
  • Scientific Community: 8 Vorträge, 1 Konferenz inkl. Leitung der Podiumsdiskussion, und 1 Ganztagsveranstaltung konnte ich gestalten.
  • Publikationen: Hier gibt es einige zeitliche Verschiebungen, ich bin gespannt, wann die Texte erscheinen.
  • Lehre: Das Hochschuldidaktische Zertifikat habe ich abgeschlossen und zwei Seminareinheiten als Gastreferentin in Lehrveranstaltungen von KollegInnen übernommen. Der Bereich Lehre ist eng verbunden mit der Nachwuchsförderung, auch hier war ich dieses Jahr wieder aktiv: In Konstanz fanden 2 Seminare statt, in Stuttgart 3 Workshops und Supervisionen für bestehende Erfolgsteams.
  • Science goes public: 23 Blogartikel sind dieses Jahr auf spacesofknowledge.com dazugekommen, weitere unter digitallernen.ch und blogs.fhnw.ch/SMinLehre/. Das Interview mit dem Trendbüro Hamburg war eine neue Erfahrung der Öffentlichkeitsarbeit, die mich ebenfalls weitergebracht hat. (siehe „Wenn der Himmel voller Bücher hängt„)

Der Tempel der akademischen Laufbahn führt eine längerfristige strategische Planung vor Augen. Sind alle Säulen tragfähig? Wo lege ich meine Schwerpunkte innerhalb welchen Säulen? Welche Säulen sind zentral für den nächsten Karriereschritt? Sobald die Strategie (also der Bauplan der Säulen) steht, wird sie in einen Zeitplan übertragen. Hierzu empfehlen sich andere Tools, wie z.B. SMART, siehe dazu „Ziele setzen und geplant erreichen!„)

2012 war also ein Jahr im Zeichen der Präsentationen, ob Lehre, Vorträge oder science goes public. Diese Säulen sind – so denke ich – gut aufgebaut und tragfähig. Für 2013 habe ich mir vorgenommen, in diesen Bereichen etwas zurückzustecken und wieder mehr Zeit in die Forschung zu investieren und zu publizieren, weil gerade die Publikationssäule noch etwas klein ist und ein Doktorhut der Forschungssäule sicher gut stünde. Ob und wie das klappt, wird sich zeigen! Ich freue mich darauf!

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