Erfolgsteams: Informationsveranstaltung zu Organisationsstrategien und Arbeitsformen von Erfolgsteams

Universität Konstanz, 20.01.2011, im Rahmen des Mentoringprogramms

Ich freue mich sehr, am kommenden Donnerstag an der Uni Konstanz im Rahmen einer Infoveranstaltung das Konzept der Erfolgsteams vorzustellen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Mentoringprogramm Konstanz statt. Uhrzeit, Ort und Teilnahmebedingungen sind beim Mentoringprogramm zu erfragen.

Erfolgsteams sind Erfolgskatalysatoren. Funktion und Ziel ist die individuelle und sehr persönliche Förderung jeder einzelnen Frau im Team. Ein Erfolgsteam bietet Frauen das, was häufig im beruflichen Umfeld zu kurz kommt:

♦ Raum und Zeit, sich bewusst mit den eigenen Zielen auseinanderzusetzen und aktiv und kontinuierlich am eigenen Erfolgskonzept zu arbeiten.
♦ Eine professionelle und zugleich vertrauliche Plattform, um alle Fragen stellen zu dürfen und Schwächen ohne negative Konsequenzen zeigen zu können
♦ Ein ehrliches und offenes Feedback
♦ Regelmäßige Unterstützung und Motivation, auch über berufliche Themen hinaus
♦ Ein persönliches Netzwerk Gleichgesinnter
♦ Konkurrenzfreier Informations- und Wissensaustausch

Inhalte der Veranstaltung:

♦ Thematische Einführung
♦ Abgrenzung des Konzeptes Erfolgsteam von Mentoring, Coaching und Personalentwicklung
♦ Grundlagen und Voraussetzungen für Erfolgsteam-Gründungen
♦ Mögliche Inhalte und Ziele eines Erfolgsteams
♦ Überblick über Arbeits- und Kommunikationsformen für Erfolgsteams
♦ Erste Schritte zur Erfolgsteam-Gründung

Ich freue mich auf motivierte und interessierte Teilnehmerinnen.

Weitere Informationen zum Thema Nachwuchsförderung finden sich hier.

Eine für Alle – Alle für Eine

Unter diesem Motto findet am 10. Dezember 2010 an der Universität Heidelberg zum zweiten Mal mein Workshop zu Erfolgsteams statt. Dieses Mal wird die Veranstaltung von der Graduiertenakademie in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro angeboten. Doktorandinnen und Postdoktorandinnen sind herzlich eingeladen, teilzunehmen!

Inhalte der Veranstaltung:
• Thematische Einführung am Beispiel des Erfolgsteams „Die Musen – ein Erfolgsteam“
• Abgrenzung des Konzeptes Erfolgsteam von Mentoring und Coaching
• Grundlagen und Voraussetzungen für Erfolgsteam-Gründungen
• Gemeinsame Erarbeitung von möglichen Inhalten und Zielen eines Erfolgsteams
• Überblick über Arbeits- und Kommunikationsformen für Erfolgsteams
• Erste Schritte und Steigerungspotentiale für etablierte Erfolgsteams

Die Teilnahme ist kostenlos.
Mehr Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung gibt es hier.

Ich freue mich sehr auf diesen Workshop und viele spannende Diskussionen mit den Teilnehmerinnen!

Identität – Von außen zugeschrieben oder von innen bewußt konstruiert?

Wie einige sicher wissen, war ich letzte Woche auf dem Jubiläumskongress der DGS (Deutsche Gesellschaft für Soziologie). Viel Zeit habe ich in Veranstaltungen rund um Raum- und Stadtsoziologie verbracht. Am meisten beeindruckt hat mich jedoch ein Vortrag von Jean-Claude Kaufmann zu „Identität“.

Jean-Claude Kaufmann sprach in seinem Vortrag ein Thema an, das mich seit einigen Wochen intensiv beschäftigt: Identität als Ergebnis einer ständigen Selbstreflexion und der damit verbundenen Gefahr der Handlungsblockade.

Was für JC Kaufmann eher ein Nebengleis seiner Argumentation ist, ist für mich ein zentrales Thema. Kaufmann stellt in seinem Vortrag fest, dass der Begriff der Identität inflationär gebraucht wird und Identität nicht stabil fixiert ist, sondern vielmehr einem „identitätsbildenden Prozess“ entspricht. Bezieht man Kaufmanns Argumentation auf Prozesse der Karriereplanung, des Coachings und der Präsentation der eigenen Person in Bewerbungsverfahren,  dann werden uns die Ausmaße erst bewusst: Hinter allen beruflichen Standortfindungs- und Karriereplanungsprozessen steht ein Mechanismus der Sinnproduktion. Multiple Möglichkeiten der Karrierewege zwingen uns, Entscheidungen zu treffen. Diese Entscheidungen wiederum werden von uns im nächsten Bewerbungsverfahren zu einem „roten Faden“ gesponnen, der unsere Individualität bei gleichzeitiger Passung zur ausgeschriebenen Stelle belegen soll. Darüber hinaus „präsentieren“ wir Versionen unserer Identität auf einer Vielzahl von Plattformen: Virtuelle Netzwerke wie XING, Facebook, die eigene Website, eine Institutionen übergreifende Arbeitsgemeinschaft – all diese Räume führen dazu, dass wir uns immer wieder neu entwerfen. Wir stehen ständig im Spannungsfeld von extrinsischer Informationsflut und intrinsischer Reflexivitätsergebnisse, die wir aufeinander abstimmen (sollen). Wir definieren unseren Standort und unsere Identität passgenau zu den von außen auf uns eindrängenden Anforderungen. Hier schließt sich der Kreis zu Kaufmanns Vortrag: Die ständige Reflexivität führt zu Handlungsunfähigkeit.  Während Zugehörigkeit laut Kaufmann früher eher gegeben war, ist sie heute eine einschreibende Praxis. Wir wählen für eine bestimmte Zeit Zugehörigkeiten aus, zu Vereinen, Arbeitsverbänden, Freundeskreisen… (Gated Communities stellen aus meiner Sicht ein sehr gutes und auch extremes Beispiel dafür dar).

Bei  „Die Musen – ein Erfolgsteam“ diskutieren wir seit einiger Zeit sowohl die Prozesse der Karriereplanung, als auch bestehende Optionen, aus diesem Kreislauf der Reflexivität und Anpassung auszubrechen, eigene Ziele handelnd zu verfolgen und das eigene Lebensmodell umzusetzen. Nach JC Kaufmanns Vortrag sehe ich heute noch mehr die Herausforderung darin, sich nicht Schlangenmensch gleich zu verbiegen und die subjektive Wahrnehmung externen Erwartungen anzupassen. Vielmehr muss es darum gehen, dass wir uns und andere ganzheitlich annehmen, mit der Vielfältigkeit der Erfahrungen und Fähigkeiten, um diese Vielfältigkeit auch nutzen zu können. Diese Akzeptanz der Vielfältigkeit würde zugleich einen Teil der Reflexivität überflüssig machen, den nämlich, der auf die Reduktion der eigenen Persönlichkeit hin zu Passgenauigkeit abzielt.

Kommentare und Hinweise dazu, wie das gelingen kann, sind jederzeit erwünscht!