Suche Arbeit im Bereich materielle, virtuelle, soziale Räume (Stadt, Bibliothek, Hochschullehre)

Ich suche eine neue berufliche Herausforderung! Da Stellenausschreibungen zwar eierlegende Wollmilchsäue adressieren, aber nicht immer alle inhaltlichen Facetten einer Stelle beschreiben können, möchte ich es andersherum versuchen: Im Folgenden beschreibe ich meine fachlichen und methodischen Kompetenzen in verschiedenen Arbeitsbereichen und wie diese zusammenhängen. Meine Hoffnung: Eine Stelle zu finden, in der ich nicht nur aufgehen kann, sondern auch Neues entwickeln darf, sowie mich und auch die Stelle weiterentwickeln kann, um einen innovativen Beitrag zu leisten.

Meine Leidenschaft sind Räume, besonders Stadträume, Bibliotheksräume und universitäre Lernräume. Wie diese unterschiedlichen Felder zusammenhängen, illustriert unten stehendes Mindmap, fettgedruckt finden sich die Arbeitsfelder, in gelb die Netzwerke, an denen ich beteiligt bin. Für den theoretischen Zugang zu den Arbeitsfeldern nutze ich in erster Linie, aber nicht ausschließlich, die Raumsoziologie, hier hat auch die methodologische Auseinandersetzung ihren Ursprung – allerdings sind die Anknüpfungen an Disziplinen wie Human Computer Interaction Design und Design Thinking unübersehbar.

Arbeitsfelder Raum (materiell, virtuell, sozial)

Arbeitsfelder Raum (materiell, virtuell, sozial)

Zu den Feldern im einzelnen:

Stadträume
In den letzten Jahren habe ich mehrere Stadtforschungsprojekte durchgeführt, insbesonders Quartierstudien und Analysen zum seniorengerechten Wohnen in der Stadt Konstanz. Von besonderer Bedeutung ist mir dabei, dass Ergebnisse in die praktische Umsetzung münden, also beispielsweise in Umbauaktivitäten in einem Seniorenwohnheim oder praktische Lösungen zur Abschwächung von Konflikten. Hier sehe ich Möglichkeiten für ein Engagement in der Stadtentwicklung, bei der ich auch auf mein Netzwerk aus Kontakten in der Architektur, Stadtplanung, Humangeographie und Sozialen Arbeit zurückgreifen möchte. Besonders wichtig ist mir bei diesem Themenfeld der Ansatz Human Centered Urban Spaces.

Bibliotheksräume
Zu Bibliotheksräumen habe ich im Rahmen meiner Dissertation eine vergleichende Fallstudie von Universitätsbibliotheken durchgeführt. Zu den zentralen Untersuchungsbereichen zählen die Zugänglichkeit von Bibliotheken (diese sind, wie ich zeigen konnte, höchst exkludierend), die Wahrnehmung und Nutzung durch die BesucherInnen und Fragen der Eigenlogik von Bibliotheken verbunden mit dem Auftrag einer Bibliothek: Für wen und für welche Zwecke soll eine Bibliothek da sein und wie kann die Erfüllung dieser Aufträge durch die Gestaltung der materiellen, virtuellen und sozialen Räume unterstützt werden?

Aktuell bestehen an vielen Orten Bestrebungen zum Umbau von Stadtbibliotheken (hier der Bezug zu den Stadträumen und zum internationalen Network Libraries in Urban Spaces) und Hochschulbibliotheken (Stichwort: Hochschullehre, Lernräume), für diese Um-/Neubau-Projekte könnte ich nicht nur meine Analysekompetenzen, sondern auch eine Fülle an empirischen Daten und daraus abgeleiteten Ideen zur innovativen Neugestaltung sowie Kompetenzen in Partizipationsverfahren einbringen.

Universitäre Lernräume/Lehrentwicklung
Die letzten Jahre habe ich mich intensiv mit der universitären Lehre auf unterschiedlichen Ebenen befasst: Ich war selbst in der Lehre tätig, habe als Leiterin der Stabstelle Lehrentwicklung an der PH Nordwestschweiz die Curriculumentwicklung begleitet, neue Weiterbildungen im Bereich Hochschullehre und Medien konzipiert und durchgeführt und nicht zuletzt mich auch damit befasst, wie Karrierepfade in der Wissenschaft bisher Lehraktivitäten berücksichtigen bzw. wie sie gestaltet sein müssten, damit sich das Engagement der Nachwuchsforschenden in der Lehre auch beruflich lohnt. Mit diesen Kenntnissen könnte ich sowohl Hochschulleitungen in der strategischen Hochschulentwicklung als aber auch Zentren für Hochschuldidaktik unterstützen.

Bei den oben genannten Themenfeldern habe ich keine thematische Präferenz. Mir ist weniger das WAS als das WIE wichtig. Ich möchte analytisch arbeiten, meine Ergebnisse in die Umsetzung überführen, Ergebnisse weitervermitteln (u.a. als Beraterin, Hochschuldozentin, Weiterbildungsleiterin, Referentin) und für verschiedene Zielgruppen und Kanäle in Publikationen aufbereiten. Falls Lesende dieses Blogs aktuell Stellen zu vergeben haben, die in einen oder mehrere der genannten Bereiche passen oder sich jetzt überlegen, eine entsprechende Stelle zu schaffen, dann freue ich mich sehr über die Kontaktaufnahme. Natürlich freue ich mich auch, wenn ich weiterempfohlen werde.

Ein (Ab-)Satz zum Schluss: Wer sich fragt, warum ich überhaupt auf Stellensuche bin, der möge sich vorstellen, dass der Abschluss einer Promotion parallel zu einer 100%-Stelle mit Leitungsfunktion anstrengend ist. Nebenher habe ich in den zwei letzten Jahren noch 10 Publikationen veröffentlicht, 2 Konferenzen geleitet, einige Vorträge gehalten, freiberuflich Weiterbildungen geleitet und mich im akademischen Mittelbau engagiert. Ich hatte mir eine Pause verdient, die ich mir bewusst gegönnt habe. Und jetzt möchte ich energiegeladen wieder durchstarten!

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