Rückblicke auf einen Museumsbesuch und mein Interview mit dem Trendbüro Hamburg
Im November habe ich, kurz vor Ende der Ausstellung, die letzte Gelegenheit zum Besuch von „Bücherhimmel – Bücherhöllen“ in Zürich genutzt. Es war ein wunderbarer Nachmittag mit Büchern in ihrer unterhaltsamsten Form: Orte des Lesens, Gründe für das Lesen und Kuriositäten über das Lesen und die Bücher selbst wurden inszeniert.
Ich selbst im Bücherhimmel in Zürich
Im Nachgang des Museumsbesuchs haben mich, wie so oft, zwei zentrale Fragen beschäftigt:
♦ Was macht die Aura der Bibliothek aus?
♦ Ist sie am Buch festzumachen oder am Raum, und sei dieser noch so klein, z.B. in Form eines Sessels in einer kleinen Leseecke? Weiterlesen Wenn der Himmel voller Bücher hängt
Wer meine Arbeit kennt, weiss, das ich seit einigen Jahren zwei Konzepte aus dem Webdesign einsetze, um materiell-räumlich-soziale Konzepte in Bibliotheken aus der Perspektive der Raumsoziologie zu erklären. Diese Konzepte sind die Informationsarchitektur und das User Experience Design (UXD). Im Blogpost „Wissensraum und Labyrinth“ gebe ich einige Einblicke in Ergebnisse aus meinem Projekt und mache daran deutlich, warum es so essentiell ist, dass die Informationsarchitektur einer Bibliothek (also welche Bestände wo zu finden sind) und die Navigation in selbiger für die NutzerInnen leicht nachzuvollziehen und zu nutzen sind.
Gerade habe ich ihn entdeckt, den Bibbaublog der Uni Konstanz! Seit knapp einer Woche ist er online. Und ich bin natürlich sehr gespannt, was dort passieren wird. Zu meinen eigenen Analysen berichte ich ja regelmäßig hier (z.B. im Artikel Wissensraum & Labyrinth), aber die Sicht der NutzerInnen ist ebenfalls interessant und aufschlußreich. Somit hoffe ich, dass sich viele auf dem Bibbaublog zu Wort melden.
Am 9. Mai hatte ich die Möglichkeit, einer Arbeitsgruppe der Universitätsbibliothek Konstanz Ergebnisse meines Promotionsprojektes vorzustellen. Diese Arbeitsgruppe befasst sich mit dem aktuell stattfindenden Umbau der Bibliothek. Das war natürlich für mich die Gelegenheit, mit ExpertInnen sowohl über meine Analysen als auch über potentielle Verbesserungen der materiell-räumlich-sozialen Strukturen der UB zu diskutieren. Ein zentraler Schwerpunkt meines Vortrags „Wissensraum und Labyrinth“ war – wie könnte es anders sein – die Orientierung und Navigation in Bibliotheksräumen auf Makro-, Meso- und Mikro-Ebene. Passend dazu hat mich heute ein Link zu den Plänen der neuen Stadtbibliothek in Oslo erreicht. Und wen wunderts: Orientierung und Navigation sind auch hier zentrale Themen. Weiterlesen Wissensraum und Labyrinth
Der Konferenz- und Vortragskalender für 2012 füllt sich und ich freue mich sehr, dass das Programm so gut zu meinen aktuellen Interessen passt und so abwechslungsreich ist. Natürlich werden „meine“ Bibliotheken eine zentrale Rolle spielen. Darüber hinaus werde ich aber auch erstmals Aspekte der Raumforschungsmethoden zur Diskussion stellen und im Kontext der akademischen Lehre referieren. Weiterlesen Von Räumen, Wissen und Methoden – Vorträge 2012
Some of the blog readers hope to see amazing & fascinating library pictures. And I took just a few like this one of Lincoln College Library in Oxford. But now I found the website of a photographer and that website meets this expectation: http://www.templesofknowledge.com/libraries.html
While looking at these pictures I ask myself again: What makes the people feel like being in a temple or church when they’re entering a library?
Enjoy these incredible beautiful library pictures!
Die vergangenen 10 Tage waren für mich bestimmt von Lernen & Lehren! Von der Hochschuldidaktik an der Universität Konstanz ging es zu Usability bei Google und zur Mediendidaktik der PH Thurgau & der HTWG Konstanz. Dabei ließen sich die Inhalte einzelner, voneinander unabhängiger Veranstaltungen mühelos und fast schon spielerisch zu einem großen Ganzen verknüpfen. Und immer wieder wurde – was mich zunächst verwunderte – der Bezug zu Bibliotheken hergestellt, auch an Stellen, an denen man es nicht erwarten würde! Weiterlesen Vom antiken Alexandria über Usability zu E-Learning
Letzte Woche Montag eröffnete die Stuttgarter Stadtbibliothek am Mailänder Platz nach drei Jahren Bauzeit ihre Portale. Die Metaphern für den Bau des koreanischen Architekten Eun Young Yi sind vielfältig: Medientempel, Büchertempel, Bücherwürfel, aber auch prison library (aus einem meiner Interviews zu Bibliotheksarchitektur in Oxford), das neue Stammheim (gemeint ist die JVA Stuttgart) …
Am vergangenen Dienstag nutze ich die Gelegenheit für eine Ortsbegehung inkl. einer Führung durch das Haus, deren Ziel es war, das architektonische Konzept zu vermitteln. Meine ersten Eindrücke möchte ich im Folgenden zusammenfassen.
Der im Herbstlicht grau schimmernde Bau der Stadtbibliothek ist schon aus der Entfernung sichtbar, die Assoziation prison library drängt sich auf.
Stadtbibliothek am Mailänder Platz, Stuttgart, 2011
Die Symbolik des Baus ist wohl für den nicht mit der asiatischen Kultur vertrauten Europäer nicht erkennbar. Die dem Bibliothekswürfel zugrunde liegende Form des Quadrats versinnbildlicht das Irdische. Die Ausrichtung folgt streng den Himmelsrichtungen. Die 3 als magische Zahl wird potenziert: 3×3 Fenster breit und genauso lang und tief ist das Gebäude. Hier verbindet sich das Magisch-Göttliche mit dem Irdisch-Menschlichen. Es ist ein Bildungstempel, die magische Symbolik ist gewollt. Die Bibliothek als sakralisierter Raum, als Tempel des Wissens. Weiterlesen Stuttgarts neuer Bildungstempel: Die Stadtbibliothek am Mailänder Platz
Heute ist mir ein sehr gut gelungener deutschsprachiger Blog zu Bibliotheken über den virtuellen Weg gelaufen, den ich an dieser Stelle allen empfehle, die sich intensiv mit Bibliotheken auseinandersetzen: LIBREAS. Da hätt ich mich heute Morgen fast festgelesen. Aber mich rufen Interviews aus und über die Lincoln College Library in Oxford. Also erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Für alle, die nicht genug bekommen können, gibt’s auch noch die Möglichkeit, bei wordpress alle Blogs zu Bibliotheken bzw. Libraries rauszusuchen und endlos zu surfen.
I love IT! Wunderbare www-Welt! So einfach kann Recherche sein, und so überwältigend gut kann Service sein! Das Fundstück der Woche ist die Deutsche Bibliotheksstatistik online.
Seit Mitte August ist die endgültige Version der Deutschen Bibliotheksstatistik 2010 online und direkt hier im Überblick verfügbar. Was könnte man sich mehr wünschen? Eine gezielte Auswertung einzelner Variablen für einen bestimmten Bibliothekstyp? Voila: Die „Variable Auswertung“ bietet das! Ich bin sehr begeistert von diesem Angebot. Zunächst kann eine Länderauswahl (Deutschland, Österreich) getroffen werden, dann kann man einen Bibliothekstyp auswählen (z.B. Uni-Bib), dann einen Zeitraum innerhalb der letzten 11 Jahre festlegen, dann die interessierenden Variablen auswählen, wenn man mag sogar auf einzelne Bibliotheken fokussieren und sim-sala-bim erhält man die gewünschten Daten in html, xls oder csv Format. Wow!