Publikation: „Thirdspace als hybride Lernumgebung. Die Kombination materieller und virtuelle Lernräume“

In: “Erwachsenenbildung und Raum. Theoretische Perspektiven – professionelles Handeln – Rahmung des Lernens”, Reihe: Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung, Bielefeld: DIE.

Meine neue Publikation mit Ricarda T.D. Reimer ist für mich ein zentrales Puzzlestück in meiner Auseinandersetzung mit Raumtheorien einerseits und Lern- und Wissensräumen in Empirie und Anwendungspraxis andererseits. Im Folgenden möchte ich die großen Entwicklungslinien dieser theoretischen, empirischen und anwendungspraktischen Zugänge aufzeigen, um zu verdeutlichen, wie sich das Puzzle als Gesamtbild gestaltet und welchen Beitrag unsere neue Publikation zu ‚Lernräumen in Theorie und Praxis‘ leistet.

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EDINGER 3 Raumkomponenten

Vielerorts habe ich bereits erläutert, dass ich von drei Raumkomponenten ausgehe: Dem materiellen, dem virtuellen und dem sozialen Raum (vgl. Edinger, 2014; Blogartikel zur Publikation OER). In unserer neuen „Thirdspace“-Publikation wird diese theoretische Grundlage nochmals vertieft und alle drei Komponenten werden ausführlich dargestellt.

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Zu Fuss über die Alpen – eine neue Raumwahrnehmung

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Route Alpüberquerung (2015)

Knapp 12 Tage sind wir – Benjamin und ich – zu Fuss gegangen, von Oberstdorf im Allgäu über fünf Alpenkämme bis nach Meran in Südtirol. 230 km und über 11.600 Höhenmeter haben wir zurückgelegt. Der Alpenraum ist für uns jetzt nicht mehr der gleiche wie zuvor. In den folgenden Zeilen möchte ich aus raumsoziologischer Perspektive darlegen, wie sich für unsere Raumwahnehmung verändert hat. Weiterlesen Zu Fuss über die Alpen – eine neue Raumwahrnehmung

Hat Zürich auch eine Eigenlogik?

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Lagerstrasse Zürich, 16.04.2015

Wie schon in einem meiner letzten Posts möchte ich mich erneut mit dem Thema der Eigenlogik befassen, ausgehend von „Städte und ihre Eigenlogik. Ein Handbuch für Stadtplanung und Stadtentwicklung“ von Martina Löw und Georgios Terizakis (Hrsg.).[1] Diesmal geht es mir darum, der Eigenlogik von Zürich auf die Spur zu kommen. Was ist Zürich eigentlich für eine Stadt? Wissensstadt und Hochschulstandort, Bankenmetropole, Spielplatz der Alternativen und des Urban Gardening? Weiterlesen Hat Zürich auch eine Eigenlogik?

Eigenlogik der Städte – Eigenlogik der Bibliotheken

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Bibliothek Universität Basel, Deutsches Seminar (16.10.2014)

Die letzten Tage habe ich mich in „Städte und ihre Eigenlogik. Ein Handbuch für Stadtplanung und Stadtentwicklung“ von Martina Löw und Georgios Terizakis (Hrsg.) vertieft und mich Folgendes gefragt: Wenn Bibliotheken auch eine Eigenlogik haben, mit Hilfe welcher Parameter könnte man diese untersuchen?

Der Begriff der „Eigenlogik“ geht von der Darmstädter Stadtsoziologie und dort ganz besonders von Martina Löw aus. Eigenlogik lässt sich beschreiben als „Orientierung an habituellen, doxischen Sinnwelten und Handlungsroutinen, lokalen Wissensbeständen, Ausdrucksformen oder Netzwerken […] Was sind die Do‘s un Dont‘s (sic) einer Stadt und was wird überhaupt wie gemacht?“[1] Es handelt sich also um Muster in der Eigenwahrnehmung, im Selbstverständnis und in der Entwicklung einer Stadt als Ganzes. Stuttgart ‚tickt‘ anders als München und Basel anders als Zürich. Weiterlesen Eigenlogik der Städte – Eigenlogik der Bibliotheken

Suche Arbeit im Bereich materielle, virtuelle, soziale Räume (Stadt, Bibliothek, Hochschullehre)

Ich suche eine neue berufliche Herausforderung! Da Stellenausschreibungen zwar eierlegende Wollmilchsäue adressieren, aber nicht immer alle inhaltlichen Facetten einer Stelle beschreiben können, möchte ich es andersherum versuchen: Im Folgenden beschreibe ich meine fachlichen und methodischen Kompetenzen in verschiedenen Arbeitsbereichen und wie diese zusammenhängen. Meine Hoffnung: Eine Stelle zu finden, in der ich nicht nur aufgehen kann, sondern auch Neues entwickeln darf, sowie mich und auch die Stelle weiterentwickeln kann, um einen innovativen Beitrag zu leisten.

Meine Leidenschaft sind Räume, besonders Stadträume, Bibliotheksräume und universitäre Lernräume. Wie diese unterschiedlichen Felder zusammenhängen, illustriert unten stehendes Mindmap, Weiterlesen Suche Arbeit im Bereich materielle, virtuelle, soziale Räume (Stadt, Bibliothek, Hochschullehre)

CfP: Kollektive Dynamiken der Aneignung und Aushandlung urbaner Räume

Ich freue mich sehr, gemeinsam mit Maik Hömke, beim diesjährigen Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie (3. -5. Juni, Lausanne) einen Workshop zum oben genannten Thema leiten zu dürfen. Vom 16. Januar – 13. März können Vortragsvorschläge eingereicht werden. Inhaltlich knüpfen wir an das letzte Treffen des NWNW Stadt – Raum – Architektur an:

Der urbane Raum ist geprägt von kollektiven Dynamiken der Aneignung und Aushandlung. Praktiken wie etwa Zwischennutzung, Hausbesetzungen, Urban Gardening und Street Art sind eingebettet in ein Geflecht aus neoliberaler Stadtpolitik, institutioneller Stadtplanung, partizipative Stadtentwicklung, sozialer Ungleichheit und Protestbewegungen, sowie gesteigerter medialer Aufmerksamkeit. So entstehen vielschichtige Spannungsverhältnisse wie bspw. jenes zwischen Funktionalität und Bedeutungszuschreibung urbaner Räume. Damit eröffnet sich ein grosses Perspektivenspektrum auf kollektive Dynamiken. Weiterlesen CfP: Kollektive Dynamiken der Aneignung und Aushandlung urbaner Räume

Wer keinen physischen Platz hat, hat auch keinen gesellschaftlichen Platz!

Überlegungen im Vorfeld zum Netzwerktreffen „Das Soziale im urbanen Kontext – Dynamiken der Aneignung und Aushandlung von (Stadt-)Räumen“

Jugendzentrum „Ex(zellenz)-Haus“, Trier
Jugendzentrum „Ex(zellenz)-Haus“, Trier

Der urbane Raum ist geprägt von Dynamiken der Aneignung und Aushandlung. Über diese werden wir heute und morgen beim 12. Treffen des Nachwuchsnetzwerkes Stadt – Raum – Architektur in Luzern sprechen. Das Programm des Netzwerkes steht am Ende dieses Beitrags zum Download zur Verfügung.
Im Vorfeld dazu möchte ich ein paar Gedanken formulieren, nicht zur Aneignung und Aushandlung – das werden wir in den nächsten Tagen zu Genüge tun – sondern zur Bedeutung der Räume, deren in Besitznahme ausgehandelt wird: Tim Cresswell schreibt dazu treffend: „‘Would you like to come round to my place?‘ This suggests ownership or some kind of connection between a person and a particular location or building. It also suggests a notion of privacy and belonging.“[1]

Deutlich wird in diesem Satz die homonyme Funktion von „place”, so kann das Wort hier im Sinne von „Platz“ aber auch von „Zuhause“ gelesen werden. Es geht nicht um die Aneignung an sich, nicht um den Besitz, sondern vielmehr darum „Besitzer“ (oder in manchen Fällen Besetzer) zu sein.
Anders herum bedeutet dies: Wer keinen physischen Platz hat, hat auch keinen gesellschaftlichen Platz.[2] Weiterlesen Wer keinen physischen Platz hat, hat auch keinen gesellschaftlichen Platz!

Fundstück der Woche – Wohnen und Arbeiten am gleichen Ort: Gespräch über das Tübinger Französische Viertel

„Das Französische Viertel in Tübingen zeigt so viele Qualitäten von Altstädten wie sonst wohl kein anderes neu gebautes Stadtviertel. Mit dem Stadtplaner Andreas Feldtkeller spricht Daniel Fuhrhop darüber, wie dort gelang, was andernorts nicht klappt.“
http://www.verbietet-das-bauen.de/wahrheit-feldtkeller/

Im oben verlinkten Interview von Daniel Fuhrhop mit Andreas Feldtkeller wird deutlich, warum das Konzept eines Neubau-Viertels nach Vorbild der Altstadt mit der lokalen Verbindung von Wohnen und Arbeiten erfolgreich umgesetzt werden konnte, anders als ich es beispielsweise 2010 im Herose-Areal in Konstanz (vgl. das Projekt Raum-Expedition: Konstanz) erlebt habe. Weiterlesen Fundstück der Woche – Wohnen und Arbeiten am gleichen Ort: Gespräch über das Tübinger Französische Viertel

CfA: Das Soziale im urbanen Kontext – Dynamiken der Aneignung und Aushandlung von (Stadt-)Räumen

Ich freue mich sehr, am 28./29. November an der Hochschule Luzern mit Maik Hömke (HSLU) ein Treffen des „Nachwuchsnetzwerkes (NWNW) Stadt – Raum – Architektur“ gestalten zu können. Es wird das insgesamt 12. Treffen des NWNW sein und ich werde zum dritten Mal, nach Berlin (2011) und Weimar (2012) die Ko-Leitung übernehmen.

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Der urbane Kontext ist geprägt von Dynamiken der sozialen Aneignung und Aushandlung. Dabei divergieren beispielsweise die Definitionen von Zentren und Peripherien je nach Perspektive der Angesprochenen – was für die einen ein neu entwickeltes, trendiges Stadtquartier ist, nehmen andere immer noch als eine Industriebrache war und für wieder andere ist dasselbe Quartier ein Naherholungsgebiet. Abhängig von der jeweiligen Perspektive sind auch die Praktiken der Aneignung, zu denen unter anderem partizipative Stadtentwicklung, Zwischennutzung, Hausbesetzungen, Urban Gardening und Street Art zählen. Diese sind eingebettet in ein Geflecht aus neoliberaler Stadtpolitik, institutioneller Stadtplanung, Bürgerbeteiligung, sozialer Ungleichheit und Protestbewegungen, sowie gesteigerter medialer Aufmerksamkeit. Weiterlesen CfA: Das Soziale im urbanen Kontext – Dynamiken der Aneignung und Aushandlung von (Stadt-)Räumen

„Die Universitätsbibliothek – Ein integratives Element der Gemeinschaft der Forschenden“

Defensio

Gleichzeitig mit der Publikation dieses Blogposts verteidige ich meine Dissertation an der Uni Konstanz mit einem Vortrag zu oben genanntem Thema. Um mich auf den Vortrag vorzubereiten, habe ich diesen Post verfasst, quasi als Kurzzusammenfassung. Aber auch, um all jenen, die nicht dabei sein können, die mich aber in den letzten Wochen sehr unterstützt haben, einen kleinen Einblick zu ermöglichen. Für den Vortrag ist mir besonders wichtig, einerseits meine Arbeit als Ganzes vorzustellen, sie aber andererseits auch nochmal aus einer etwas anderen Perspektive zu beleuchtet. Eine Perspektive, die es erlaubt, aus allen Kapiteln Teile der Ergebnisse vorzustellen, die zusammengenommen wieder einen thematischen Bogen spannen. Im Folgenden möchte ich also, entsprechen meines Vortrages, kurz in mein Dissertationsprojekt einführen, eine zentrale These aufstellen, diese in Auszügen belegen und am Schluss eine Konklusion machen.
 

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