Entering the Grimm Zentrum – Bibliotheksbesuch in Berlin

The Doors of Durin, Lord of Moria. Speak, friend, and enter. Vorplatz des Grimm-Zentrums, Berlin 2014[…] ‚What does it mean by speak, friend, and enter?‘ asked Merry. ‚That is plain enough‘, said Gimli. ‚If you are a friend speak the password, and the doors will open, and you can enter.‘“

John R. R. Tolkien[1]

An verschiedensten Stellen habe ich bereits über die Schwellensituation in Bibliotheken gesprochen und geschrieben (z.B. hier: Die Bibliothek ist kein Museum. Überlegungen zur auratischen Ansteckung im Rahmen eines Besuchs in Dublin). Anfang Januar habe ich in Berlin das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, die Zentralbibliothek der HU, kennen gelernt, auf die das mit den Schwellen nun so gar nicht zutrifft. Die Bibliothek ist in hervorragender Lage platziert zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz. Auf dem Vorplatz der Bibliothek ist das obenstehende Bild entstanden. Weiterlesen Entering the Grimm Zentrum – Bibliotheksbesuch in Berlin

Jahresrückblick 2013 & Jahresausblick 2014

Text, Text und nochmals Text(-produktion)

Wieder einmal ist die Zeit rund um Weihnachten und Silvester meinem Rück- und Ausblick gewidmet. Und wieder einmal hole ich mein Modell der akademischen Laufbahn hervor und hinterfrage kritisch, wo ich stehe und – das ist der entscheidende Punkt – wo ich hinwill. Und in meinem Rückblick von letztem Jahr habe ich folgenden Satz gefunden: „Für 2013 habe ich mir vorgenommen […] wieder mehr Zeit in die Forschung zu investieren und zu publizieren.“ Was ist daraus geworden? Weiterlesen Jahresrückblick 2013 & Jahresausblick 2014

Wissensraum, Labyrinth, Symbolischer Ort. Die Universitätsbibliothek als Repräsentation der Wissenschaft

Dissertation unter oben genanntem Titel eingereicht!

05.11.2013 – ein denkwürdiger Tag! Es ist der dritte Jahrestag der asbestbedingten Schließung der Universitätsbibliothek Konstanz. Und es ist der Tag, an dem ich meine Diss abgegeben habe! Auf den Tag genau drei Jahre nachdem mir, unmittelbar nach meiner Rückkehr vom Forschungsaufenthalt in Oxford, unerwartet mein Forschungsfeld entzogen wurde. Weiterlesen Wissensraum, Labyrinth, Symbolischer Ort. Die Universitätsbibliothek als Repräsentation der Wissenschaft

Von RFID, Baumarktbeschilderung und Bewegungsmeldern – die neue Bibliothek am Campus Brugg-Windisch

Lange schwebte mir für diesen Blogartikel der Titel „2000 Jahre Campus Vindonissa“ vor. Mit dem Bau des FHNW-Campus Brugg-Windisch rückt die dort platzierte Pädagogische Hochschule FHNW ganz in die Nähe des antiken Vindonissa, einer römischen Siedlung aus dem 1.JH n Chr. Doch schließlich soll es mehr um eine Hochschulbibliothek im 21. Jahrhundert gehen, welche Mitte August eröffnet wurde. Ich kann meinem Bericht vorweggreifen: Einerseits bin ich positiv gestimmt, andererseits skeptisch und ein bisschen enttäuscht.  Weiterlesen Von RFID, Baumarktbeschilderung und Bewegungsmeldern – die neue Bibliothek am Campus Brugg-Windisch

Die Bibliothek ist kein Museum. Überlegungen zur auratischen Ansteckung im Rahmen eines Besuchs in Dublin

Im vergangenen Frühjahr besuchte ich in Dublin nicht nur das Trinity College mit seinem beeindruckenden Long Room, sondern auch Marsh’s Library, die älteste public library Irlands, sowie  die Chester Beatty Library, eine herausragende Sammlung kunstvoll gearbeiteter Bücher und Buchutensilien. Seitdem treibt mich die Frage um, was es auf sich hat mit dem aus meiner Sicht entscheidenden Unterschied zwischen Museen und Bibliotheken: Im Museum werden Bücher in Glasvitrinen aufbewahrt, wir können zumeist nur die aufgeschlagenen Seiten oder Umschläge bewundern. In einer Bibliothek, die wir als NutzerInnen betreten, können wir jedoch die Bücher in die Hand nehmen, uns Seite für Seite mit ihren Inhalten vertraut machen. Gerade vor dem Hintergrund der Diskussion der E-Books stellt sich die Frage, welchen Unterschied das materielle Buch macht. Brauchen wir überhaupt noch Bücher zum Anfassen? Weiterlesen Die Bibliothek ist kein Museum. Überlegungen zur auratischen Ansteckung im Rahmen eines Besuchs in Dublin

Abschluss des Projektes Social Media in Lehr- und Lernszenarien in der Aus- und Weiterbildung

Rückblick und Überblick über die Ergebnisse*

Es war lange still im Blog – doch mit dem Abschluss des sehr arbeitsreichen Projektes Social Media in Lehr- und Lernszenarien melde ich mich zurück.  Im Folgenden möchte ich einen Überblick über die Ergebnisse des Projektes geben und ein kleines Fazit ziehen. Das Projekt hat, quantitativ gesprochen, Daten für drei Publikationen geliefert und ist in einer Vielzahl von Vorträgen vorgestellt worden. Qualitativ  stellt das Projekt  in einem partizipativen Verfahren im Rahmen eines methoden-, daten- und perspektiventriangulativen Forschungsdesigns erstmals Kennzahlen über den Einsatz von Social Media in der Lehre zur Verfügung und gibt Einblicke in die Wahrnehmung und Nutzung dieser neuen Medien an der Hochschule. Weiterlesen Abschluss des Projektes Social Media in Lehr- und Lernszenarien in der Aus- und Weiterbildung

User Centered Architecture (UCA): Die Synthese von Architektursoziologie und User Centered Design

Ein interdisziplinäres Brainstorming von Benjamin C. Biörnstad & Eva-Christina Edinger

Die Zeichen der Zeit sprechen eine deutliche Sprache: Bruno Latour wird im Frühjahr als Keynote Speaker an der CHI 2013, der internationalen Konferenz zu Computer Human Interaction (CHI oder auch HCI) auftreten. Ein Soziologe also nimmt an der Konferenz für HCI teil und zeigt interdisziplinäre Bezüge auf. Die Architektursoziologie wiederum befasst sich mit dem Potential neuer Perspektiven der Science and Technology Studies, z.B. im Rahmen des Workshops der AG Architektursoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS). Hier kann die HCI in die Soziologie einbezogen werden. Im Folgenden möchten wir einige konzeptionellen Parallelen von Architektur-/Raumsoziologie und Human Computer Interaction aufzeigen, an konkreten Beispielen verdeutlichen und einen Ausblick auf ein neues, transdisziplinäres Konzept einer User Centered Architecture werfen.  Weiterlesen User Centered Architecture (UCA): Die Synthese von Architektursoziologie und User Centered Design

Jahresrückblick 2012 & Jahresausblick 2013

2012 – ein Jahr im Zeichen der Präsentationen

Die Tage ‚zwischen den Jahren‘ sind für mich zur Zeit der Reflexion geworden. Ich nehme mir bewusst Zeit, auf das vergangene Jahr zurückzuschauen, mich über Erreichtes zu freuen und Ausblicke auf das neue Jahr zu wagen. Dieses Jahr möchte ich meine LeserInnen mit meinem visuellen Modell der akademischen Laufbahn vertraut machen und zugleich im Eigenversuch die Anwendung des Modells verdeutlichen.

Akademische Laufbahn (©Eva-Christina Edinger)
Akademische Laufbahn (©Eva-Christina Edinger)

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Fundstück der Woche #9: „Wunschbibliothek?!“

Wo früher Glasscheiben Einblicke in die Universitätsbibliothek Konstanz ermöglichten, befinden sich heute schmucklose Rigipsplatten. Auf einer dieser Plattenwände sammelt die Bibliothek jetzt Wünsche für die Neugestaltung. Die Wünsche erinner mich sehr an jene Antworten in meinen Interviews mit Bib-NutzerInnen auf die Frage: „Wie sähe die ideale Bibliothek aus?“

Wunschbibliothek?! Universitätsbibliothek Konstanz 18.12.2012

Das wünschen sich BibliotheksnutzerInnen in/von ihrer Bibliothek:  Weiterlesen Fundstück der Woche #9: „Wunschbibliothek?!“

Fundstück der Woche #8: Leitfaden „Usability in Bibliotheken“

Wer meine Arbeit kennt, weiss, das ich seit einigen Jahren zwei Konzepte aus dem Webdesign einsetze, um materiell-räumlich-soziale Konzepte in Bibliotheken aus der Perspektive der Raumsoziologie zu erklären. Diese Konzepte sind die Informationsarchitektur und das User Experience Design (UXD). Im Blogpost „Wissensraum und Labyrinth“ gebe ich einige Einblicke in Ergebnisse aus meinem Projekt und mache daran deutlich, warum es so essentiell ist, dass die Informationsarchitektur einer Bibliothek (also welche Bestände wo zu finden sind) und die Navigation in selbiger für die NutzerInnen leicht nachzuvollziehen und zu nutzen sind.

Und jetzt habe ich einen Leitfaden zur Usability in Bibliotheken gefunden und zwar an der HTW Chur.  Thematischer Einstieg in diesen Leitfaden stellt die „zunehmende Digitalisierung von Wissen“ dar. Die Neugierde hatte mich also gepackt und meine ersten Eindrücke seien im Folgenden vorgestellt. Weiterlesen Fundstück der Woche #8: Leitfaden „Usability in Bibliotheken“